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News/2009-04Uno

 

Die Bildungsinitiative Patio13 bei der UNO in Genf

Das Projekt Patio13 stellte bei den Vereinten Nationen in Genf anlässlich des 20jährigen Jubiläums der UN-Kinderrechtskonvention sein pädagogisches Konzept für die Arbeit mit jungen Straßenbewohnern vor. Dazu eingeladen hatten drei Mitgliedsorganisationen der UNO -  IIME (Istituto Internazionale Maria Ausiliatrice / Human Rights Office in Genf), BICE (Bureau International Catholique de l’Enfance) und VIDES (International Volunteerism Organization for Women, Education and Development), die vom 5. bis 12. März 2009 im Rahmen der vierwöchigen 10. Session des UNO-Menschenrechtsrates ein internationales Forum zum Thema „Erziehungskonzepte für den Schutz, die Begleitung, die Rehabilitation und die Wiedereingliederung von jungen Straßenbewohnern mit Blick auf die UN-Kinderrechtskonvention“ veranstalteten.

Alle drei Organisationen setzen sich für den Schutz und die Verteidigung der Menschenrechte ein. Hintergrund für das Forum ist ein gemeinsames Pilotprojekt, in dem IIME, BICE und VIDES zusammenarbeiten und in dem zehn Erzieher zu Verteidigern der Kinderrechte und für die Arbeit mit jungen Straßenbewohnern insbesondere in Lateinamerika und Asien ausgebildet werden. María Grazia Caputo, ständige UN-Abgeordnete der Organisation IIME in Genf, nannte als Hauptziel des Forums den Austausch der eingeladenen Organisationen aus Guatemala, Kolumbien, Peru, Paraguay, Indien und den Philippinen über Erziehungskonzepte und den Aufbau eines Netzwerkes der beteiligten Institutionen.

Luis Alfonso de Alba, Botschafter von Mexiko, und Sanphasit Koompraphant, Mitglied der thailändischen Kommission für Früherziehung, betonten die Bedeutung der Lehrerausbildung im Blick auf Straßenbewohner. Sie hoben das von der kolumbianischen Patio13-Mitkoordinatorin Sor Sara Sierra Jaramillo vorgestellte Bildungskonzept als positives Beispiel alternativer Schulbildung hervor. Sor Sara rief bei dieser Gelegenheit die Gäste des Forums zur Teilnahme an dem neuen Projekt von Patio13 auf: Geplant ist die Erstellung eines Straßenkinderreports zur Darstellung der weltweiten Situation von jungen Straßenbewohnern. Gleichzeitig geht es um Austausch und den Aufbau eines internationalen Netzwerkes. Das Forum in Genf erlebte Sor Sara sehr positiv: „Es war eine wertvolle Erfahrung, Projekte und Initiativen von weltweit agierenden NGOs kennenzulernen, die sich sehr stark für den Schutz der Kinderrechte einsetzen, vor allem von den Kindern, die sich in schwierigen Lebensverhältnissen befinden.“

Die UN-Kinderrechtskonvention wurde am 20. November 1989 von der UN-Generalversammlung angenommen und trat am 20. September 1990 in Kraft. Beim Weltkindergipfel im selben Jahr verpflichteten sich Regierungsvertreter aus der ganzen Welt zur Anerkennung der Konvention. Die Kinderrechtskonvention hat die größte Akzeptanz aller UN-Konventionen gefunden. Mit Ausnahme von zwei Staaten (USA und Somalia) haben alle  193 Länder dieser Erde die Kinderrechtskonvention ratifiziert. Die Konvention legt wesentliche Standards zum Schutz der Kinder fest. Zu den zehn von UNICEF, der Kinderrechtsorganisation der UNO, zusammengefassten Grundrechten gehört das Recht auf Bildung und Ausbildung.

(Ute Schnebel)