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Patio 13Schule für Straßenkinder
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Kinderprostitution

Archiv 2002–2006

KINDERPROSTITUTION
Strassenmädchen und jugendliche Prostituierte - dazwischen gibt es kaum Unterschiede. Wenn Mädchen auf der Strasse landen, kommen sie in der Regel rasch mit der Prostitution in Berührung. Spätestens in der eigenen gallada (Bande) machen sie die ersten sexuellen Erfahrungen. Erst wenn sie sich den männlichen Gruppenmitgliedern hingegeben haben, bekommen sie Schutz, Nahrung und Drogen.

Die Mütter von Strassenmädchen, die sich prostituieren, sind meist selbst Prostituierte. Nicht selten sind sie es, die ihre Töchter in die Prostitution einführen.

Auf der Strasse bekommen die jugendlichen Prostituierten meist rasch eigenen Nachwuchs, da sie selten empfängnisverhütende Mittel benutzen. Wenn sie schwanger werden, kümmert sich niemand um sie. Die Mädchen arbeiten dann in gewohnter Weise weiter, ohne zu wissen, dass sie ihre Kinder großen Risiken aussetzen. Von Aids haben sie keine Ahnung.